Quito, Cotopaxi, Quilotoa, Panama Kanal & Washington

Donnerstag, 06.09.2018

Hola , noch ein letztes Mal,

Ich sitze gerade gegenüber von der George Washington Universität in Washington DC und warte auf einen Bus (zumindest als ich mit dem Blogeintrag begonnen habe). Aber jetzt von vorne:
In der letzten Woche war ich noch in Ecuador in Quito und Umgebung unterwegs.
Am ersten Tag waren wir, ein Freund den ich im Ort meiner Sprachschule kennen glernt habe und ich, bei der Midad del mundo, der Mitte der Welt bzw am Äquator in der Nähe von Quito. An den zwei anderen Tagen waren wir einfach in der Nähe von unserem Hostel unterwegs, im Carolina Park und in der historischen Altstadt. Quito an sich ist riesig, wenn man vom einen zum anderen Ende mit einem lokalen Bus fährt, kann es schon vorkommen, dass man einfach 3 Stunden braucht... Aber an sich hat mir Quito sehr gut gefallen, auch wenn die Berge rundherum nicht ganz so hoch sind wie mir gesagt wurde. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mit Innsbruck etwas Anderes gewöhnt bin...

 

Nach den drei Tagen ging es für uns auch schon weiter nach Latacunga. Diese Stadt ist an sich nicht wirklich besonders, ist aber ca. 2 Stunden entfernt von Quito und ein guter Ausgangspunkt für Quilotoa und Cotopaxi.
Der Kratersee Quilotoa stand für uns auch schon am nächsten Tag an. Durch die vielen schönen Fotos die ich schon gesehen hatte, gerade auch mit der unterschiedlichen Farbe des Wassers, hatte ich Angst enttäuscht zu werden - wurde ich aber nicht!!
Das ist wirklich ein super schöner See, dessen Kraterrand auf guten 3800m liegt. Nachdem wir super süße Alpakas gesichtet und natürlich fotografiert haben, sind wir den relativ steilen Kraterrand hinunter gegangen. Es hat mir super leid getan, dass Touristen, die zu faul/unsportlich waren selbst wieder hinaufzulaufen, auf mageren Pferden hinaufgetragen wurden.
Als wir unten waren, gab es ersteinmal ein Picknick und nachdem wir die Landschaft genossen haben, ging es wieder hinauf. Ich war total froh, dass ich die Höhe auch von Peru schon mehr oder weniger gewöhnt war. Da 400 Höhenmeter auf über 3500m etwas ganz Anderes sind, als bei uns in den Alpen bei 1500m. Nachdem wir wieder oben waren, gabs noch ein Almuerzo, ein traditionelles Mittagsmenü und dann ging es auch schon wieder zurück nach Latacunga. Da der Bus voll war konnten wir mit 4 Einheimischen, sogenannten indegenas mitfahren. Quilotoa ist ein absolutes Muss, wenn man in Ecuador ist!!


Am nächsten Tag ging es für uns dann Richtung Cotopaxi, dem höchsten noch aktiven Vulkan der Welt. Da wir uns gut umgehört hatten und die Anfahrt bis zum Nationalpark selbst gemeistert hatten, haben wir auch einen sehr guten Preis raushandeln können. Wir sind erst ca. 45 Minuten durch eine wunderschöne Landschaft gefahren, einer Kreuzung zwischen Canada, Neuseeland, Anden und nicht definierbar, wirklich beeindruckend, gerade auch mit Wildpferden auf der Strecke.
Dann sind wir das letzte Stück bis zu einer Hütte auf 4864 Metern raufgewandert, was natürlich auf so einer Höhe auch mit Anstrengung verbunden ist. Ich hätte auf jeden Fall gerne den Gipfel (gute 1000hm höher) gemacht, aber dafür ist eine andere Vorbereitung nötig und die Zeit war einfach zu knapp, hoffentlich das nächste Mal!

Am nächsten Tag stand dann nur eine lästige und sehr rasante Busfahrt zurück nach Guayaquil an, da mein Flieger am nächsten Morgen um 6.00 ging.
Mein erstes Layover war wieder in Panama City, dieses Mal hatte ich allerdings fast 11 Stunden Aufenthalt und das untertags. Also habe ich eine Tour gemacht: zum Panama Kanal, einigen Aussichtsplätzen, einem Markt und der Altstadt von Panama City. Ich hatte mir die Millionenstadt wirklich nicht so schön vorgestellt, mit sehr schönen Strandpromenaden, Umgehungsstraßen im Meer, beeindruckenden Hochhäusern und direkt daneben die süßen kleinen Häuser der Altstadt. Auch der Panama Kanal war interessant anzuschauen und etwas darüber zu hören. Nur leider ist genau in der Zeit kein Schiff gekommen, aber vielleicht muss ich Panama ja sowieso nocheinmal machen... Aber ich hätte nicht gedacht, dass Panama so teuer ist, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass die Währung US Dollar ist, bzw auch Balboa, aber die Umrechnung beträgt 1:1.
Aber was mich eigentlich am meisten beeindruckt hatte war, wie wahnsinnig herzlich und freundlich die Leute dort waren und das nicht weil sie Touristen als Geldesel gesehen haben!

Nach weiterem Warten am Flughafen ging es für mich weiter Richtung Washington DC, wo ich sogar fast 15 Stunden Aufenthalt hatte. Natürlich stand auch dort für mich wieder fest, dass ich wieder in die Stadt reinfahren will, auch wenn ich erst letztes Jahr für 4 Tage mit meiner Familie dort war. Da hat es mir aber so gut gefallen, dass ich unbedingt, zumindest ein paar Sehenswürdigkeiten nochmal sehen wollte. Nach ein paar mehr oder weniger gemütlichen Stunden in der Nacht im Flughafen, war ich mit einer Australieren zum Frühstück verabredet. Wir hatten uns in der Sprachschule in Montañita kennen gelernt und sie macht ein Auslandssemester hier. Danach musste sie wieder in die Uni und meine zwei Backpacks und ich bin ins Zentrum gefahren. Es war selbst in der Früh schon super schwül und mir war klar, dass ich mit beiden Rucksäcken keine Lust habe herumzulaufen. Ich hatte vergessen wie super lieb Amerikaner sind, da wurde mir, ohne eine Frage meinerseits, schon vom Busfahrer angeboten, dass ich meinen Rucksack bei ihm lassen kann, er kommt ja fast stündlich vorbei... Das war mir dann aber doch riskant bei so vielen Bussen in Washington und so konnte ich ihn in einem Segway Geschäft, sogar kostenlos deponieren da der Besitzer Miesbach kannte und lange Zeit in München gelebt hatte.
Also bin ich los, habe mir ersteinmal etwas nicht so Überteuertes geholt, da in Panama kein Sandwich unter 14$ hergegangen ist.
Noch dazu bestand mein Abendessen im Flugzeug für Vegetarier aus zwei Mini Salaten, da lernt man Lufthansa danach erst wieder schätzen.

Auf jeden Fall habe ich dann dem weißen Haus wieder einen Besuch abgestattet, schon ziemlich beeindruckend. Danach bin ich weiter vorbei am Washington Monument (der Riesen-Hinkelstein) zum Reflecting Pool. Von dort hat man auch einen sehr guten Blick zum Lincoln Memorial, dem großen Gebäude mit einer Mischung aus griechischer und römischer Architektur. Es hat sicher jeder das Gebäude im Kopf wenn man entweder an den Film Forrest Gump denkt (die Szene in der Jenny im Pool zu Forrest rennt) oder aber natürlich die berühmte "I have a dream" - Rede von Martin Luther King wurde davor gehalten. Wenn man genauet schaut erkennt man sogar den genauen Standpunkt an dem er gestanden hatte? da es dort eingraviert wurde. Allerdings war ich diese Mal nicht dort, da der Reflecting Pool nicht ganz kurz ist und eine Wahnsinnshitze in Washington herrscht, um die 35°C, das ist mit sehr wenig Schlaf, Jetleg... nicht ganz einfach.

Nachdem ich mich dort etwas in den Schatten gesetzt hatte, habe ich meinen Rucksack abgeholt und bin zurück zum Flughafen gefahren. Danach ist alles super schnell und nicht erwähnenswert gelaufen, außer dass ich, wie schon erwähnt, einfach nur begeistert bin von Lufthansa. Da ich das Frühstück mal wieder verschlafen hatte, wurde es mir sogar zum mitnehmen mitgegeben. 

 

Nach insgesamt 11 Flügen bin ich überpünktlich in Frankfurt gelandet und auf dem Weg nach Hause per Zug. Ich bin froh über jede Sekunde meiner Reise und kann jedem Südamerika nur wirklich empfehlen! Auch wenn ich alleine losgeflogen bin, war ich insgesamt nur auf den Flügen alleine, da ich sonst mit Freunden gereist bin die ich in der Sprachschule oder in Montañita insgesamt kennen gelernt habe.

Für mich steht jetzt nächste Woche in Innsbruck der Sporttest an und dann geht's noch zum Arbeiten, noch mit Freunden kurz an den Gardasee und dann geht die Uni sowieso wieder los. Ich hoffe ich werde irgendwann wieder eine Gelegenheit finden den Blog weiterzuschreiben,

bis dahin:

Adios, eure Hanna

 

 

Machu Picchu

Mittwoch, 29.08.2018

Hola,
Heute gibt es einen mehr oder weniger kurzen Post über Cuzco und Machu Picchu. Wie ich das letzte Mal schon erwähnt habe, sind wir nach Cuzco geflogen, das liegt relativ im Süden von Peru. Eigentlich macht das von der Richtung für mich nicht wirklich viel Sinn, da ich ja aus Ecuador wieder nach Haue fliege. Trotzdem bin ich total froh, dass Patricia und ich den vielen Empfehlungen gefolgt sind und einen Abstecher nach Cuzco gemacht haben!
Cuzco an sich liegt auf 3500m, was Europäer die ersten Tage sehr daran zweifeln lässt, ob das eine gute Idee war. Man schnauft sogar gefühlt beim bergab gehen, geschweige denn beim Treppen steigen und Cuzco ist eine sehr hügelige Stadt...
Aber schon am ersten Tag waren wir total begeistert: süße Gassen, schöne Häuser, Restaurants die nicht nur dreifach frittiertes Essen verkaufen und Leute die mit ihren bunten Pullis aussehen wie aus dem Bilderbuch.
Da wir aber leider beide noch recht angeschlagen waren, sind wir die ersten 2 Tage einfach in der Stadt geblieben und haben uns akklimatisiert, Tee getrunken, Suppe gegessen und den ersten richtigen Kaffee überhaupt getrunken.

Am nächsten Tag haben wir dann ganz Cuzco nach dem günstigsten Preis für eine zweitägige Tour zum Machu Picchu abgesucht, bzw. natürlich auch verhandelt. Wie sich später herausstellte, haben wir den günstigsten Preis der ganzen Gruppe erwischt und das obwohl unsere Studentenausweise nicht einmal akzeptiert wurden.

Am nächsten Tag hieß es dann Abfahrt um 7.20, allerdings mit falscher Angabe des Treffpunkts, Südamerika eben... Nach ca. 5 Stunden im Bus sind wir am Ausgangspunkt angekommen, worüber wir heilfroh waren, da die Straßen sicherheitstechnisch sehr zu wünschen übrig ließen. Landschaftlich war die Fahrt sehr beeindruckend mit Regenwald, Wüste und massiven Bergen. Jedoch wenn eine Schotterstraße fast einspurig ist, keine Leitplanke hat und es ca. 300m ins Tal fast senkrecht hinunter geht, können sich die 1,5h auf dieser Art von Straße schon etwas in die Länge ziehen...

Angekommen im Dorf Hidrolectica, ging auch schon unser Fußmarsch los, mit wunderschöner Landschaft, Regen und Leuten die um gute Ausstattung hinsichtlich Regenjacke, Rucksack und Bergstiefeln sehr froh waren. Gerade wenn man aus den Alpen kommt ist es echt verwunderlich, wenn es Leute gibt, die nicht einmal eine Regenjacke dabei haben.
Nach mehr als den angegebenen sehr knapp bemessenen 2 Stunden, durften wir erstmal unser Glück versuchen an den passenden Guide zu kommen. Es gibt nämlich einen Platz wo zufällig von super vielen Peruanern die Namen gerufen werden.
Nachdem wir das auch gemeistert hatten und mit viel Glück an unseren Guide gekommen sind, verbesserte sich die Laune nach einem Cheesecake und unserem Doppelzimmer mit vielen Decken ziemlich schnell.
Nach dem Abendessen und einem Gespräch(natürlich auf Spanisch!!) mit einem super lieben, älteren argentinischen Pärchen, ging es schnell ins Bett, da unser Wecker um 3.30 am nächsten Tag klingeln würde.

Um 4.00 morgens ging es dann los und erstaunlicherweise waren wir sogar relativ weit vorne in der Schlange vor einer Brücke die um 5.00 geöffnet wird. Dann ging es in einer Ameisenschlange die 400 Höhenmeter hinauf, allerdings ausschließlich Treppenstufen, was Einigen sehr zu schaffen machte. Aber meine super Reisepartnerin und ich waren um kurz vor 6 oben und konnten auch ziemlich bald schon ins Gelände des Machu Picchus gehen.
Da es am Abend davor noch geregnet hatte und der Himmel noch immer zu großen Teilen von Wolken bedeckt war, haben wir uns nicht zu viel Hoffnung auf einen Sonnenaufgang gemacht. Allerdings wurden wir überrascht und die Sonne kam gegen 7.00 hinter den Bergspitzen hervor. Mit Sonne sah die alte Inkastadt Machu Picchu noch viel spektakulärer aus. Irgendwie hatte ich mir das Ganze etwas anders vorgestellt, ich konnte und kann auch immer noch nicht beschreiben warum und wie.
Besonders ganz am Anfang mit wenigen Leuten auf dem Gelände war es echt beeindruckend.
Man schaut von einem kleinen Hügel auf Machu Picchu hinab und steht zugleich mittendrin. Umgeben ist man von super hohen Bergen und jeder staunt nicht schlecht, wenn er nach 1,5 Stunden anstrengendem Aufstieg ankommt.

 

Ein wenig später hatten wir dann eine interessante Führung und sind dann noch alleine zu einer Inkabrücke gelaufen. Landschaftlich ein sehr schöner Spaziergang, nur die Brücke war eben ein Holzbrett über einen kleinen Abgrund, besonders da dieses Holzbrett sicher nicht seit 500 Jahren dort war...

Wieder zurück haben wir die Aussicht noch einmal genossen und sind dann selbst hinunter in die Inka Stadt, wollten allerdings bald hinaus, da zu dieser Tageszeit mittlerweile zu viele Menschen dort waren.

Nachdem wir uns einen Machu Picchu Stempel für unseren Reisepass geholt haben, sind wir die vielen Treppenstufen wieder hinunter gestiegen und zurück zum Ausgangsdorf gewandert, diesmal mit Sonnenschein.

Nach einem mehr oder weniger guten Mittagessen mit super nerviger Begleitung einer anderen Deutschen, ging es für uns mit dem Bus wieder ca. 6h Richtung Cuzco. Allerdings mit einer Reifenpanne dazwischen und zum Schluss wollte unserer Fahrer über einen super hohen Bordstein fahren und so der Baustelle entkommen. Allerdings ist er dreimal mit der Autounterseite aufgesetzt, was ihn erstaunlich wenig störte - südamerikanische Sorgfalt, das hat sich nämlich kein bisschen gesund angehört...

 Endlich wieder in unserem Zimmer angekommen, haben wir uns nur noch schnell Falafel und Pizza geholt und sind nur so ins Bett umgefallen, was für ein schöner Trip!!!

Den nächsten Tag, und gleichzeitig meinen letzten Tag in Cuzco, haben wir in unseren Lieblingsrestaurants und -cafés verbracht, am Abend waren wir als Abschiedsabendessen sogar Sushi essen. Allerdings ist meine große Reiseapotheke mit Antibiokum und co zum Einsatz gekommen, zwar nicht bei mir sondern bei Patricia. Ich war wirklich froh, dass uns das Krankenhaus hier erspart geblieben ist, ich habe schon zu viele Horrorgeschichten gehört.

Am nächsten Morgen und einer schönen kalten Dusche bei ca. 5°C Außentemperatur und einem guten Frühstück stand unser Abschied an. Es ist wirklich verrückt, dass man alleine losfliegt aber fast keine Sekunde alleine ist. Nach unseren gemeinsamen 4 Wochen, fiel der Abschied auch nicht so leicht, aber Deutschland ist ja zum Glück doch nicht soo groß.

Für mich ging es dann per Flugzeug nach Lima und Piura und von dort mit dem Nachtbus über die Grenze nach Guayaquil, Ecuador. Die Busfahrt war leider ein wenig anstrengend, wenn man zufällig seinen Rucksack sieht wie er auf halbem Weg ausgeladen wird. Verschlafene Hanna rausgerannt, kurz diskutiert und wieder rein in den Bus. Die Einreise nach Ecuador war leichter als erwartet, da keine Leute aus Venezuela im Bus waren und als Backpacker hat man normalerweise sowieso keine Probleme. Gerade warte ich auf den Boardingcall für meinen Flug nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, wo ich meine letzte Woche verbringen werde.

 

 

Allerdings wird das nicht mein letztes Mal in Peru gewesen sein, da die kurze Zeit einfach nicht ausreichend für so ein wahnsinnig schönes Land war.

Aber jetzt erst einmal bis bald Zuhause,

eure Hanna

Weiter geht die Reise

Mittwoch, 22.08.2018

Buenos días,
Dieses Mal sogar schon aus Peru.
Aber erstmal erzähle ich noch kurz von den letzten Wochen. Wir waren mit 6 Mädels das vorletzte Wochenende in Cuenca, einer wunderschönen, großen Stadt sechs Stunden mit dem Bus von unserer Sprachschule entfernt. Da der Freitag ein nationaler Feiertag war, hat sich der Trip auch wirklich gelohnt.
Die Stadt hat wahnsinnig viele schöne Häuser, Kirchen/Kathedralen und Märkte.
Am ersten Tag sind wir mit dem Bus durch die fast Millionenstadt gefahren und waren an einer Schaukel bei einem Aussichtpunkt über Cuenca. Für uns war die Stadt auch erstaunlich sauber und modern verglichen mit Montañita. Cuenca liegt auf 2500m, da merkt man wirklich wir jede Treppe gleich anstrengender ist, gerade wenn es auf die Kathedrale hinauf geht.



Am nächsten Tag sind wir 1,5 Stunden zu Inka Ruinen gefahren, sozusagen dem Machu Piccu Ecuadors.
An sich war es nicht so groß, aber mit Ausblick auf die Berge rundherum wirklich ein Erlebnis. Die Berge sehen hier einfach wirklich anders aus als ich das von den Alpen gewöhnt bin.
Es hat uns nur verwundert, dass fast alle verbleibenden Mauern exakt die gleiche Höhe hatten... Nach einem kleinen Spaziergang nach der Führung noch um das Gelände sind wir, gestärkt mit einem sehr guten Mittagessen, wieder zurück gefahren.
Am Sonntag waren wir in der Früh auf dem Markt frühstücken: für mich gab es einen riesigen frittierten Fisch mit Reis und Bohnen und danach noch ein paar Reste von den Anderen. Auch hier bin ich schon wieder als 'Vielfraß' bekannt...
Aber dieser Markt war einfach der Wahnsinn und die frischen Säfte an jeder Ecke und der viele Fisch geht mir jetzt schon ab, wenn ich nach Hause komme.

Dann sind wir auch schon wieder nach Hause gefahren und es hat meine letzte Woche in der Sprachschule angefangen.
Aber die Woche ist viel zu schnell vorbei gegangen, mit viel surfen, Spanisch Kurs, Essen gehen mindestens zweimal am Tag... Und dies alles mit super coolen Leuten, da geht die Zeit einfach zu schnell herum. Am letzten Tag waren wir noch einmal alle zusammen surfen und in unserem Lieblingslokal Essen, dort gibt es einfach mit Abstand die beste Fischsuppe und dann Garnelensauce mit Kokosmilch und Reis. Der Abschied ist uns wirklich schwer gefallen, auch wenn es nur 2-3 Wochen waren, aber wir haben einfach echt viel zusammen unternommen.

Dann sind wir, eine deutsche Freundin die ich in der Sprachschule kennen gelernt habe und ich, mit dem Nachtbus nach Máncora, Peru, gefahren. Natürlich war der Bus nicht wie versprochen durchgehend und wir sind aus dem Schlaf gerissen worden, mussten durch das ganze Busterminal in Guayaquil rennen und danach noch zweimal hinaus als es über die Grenze ging. Gerade die Grenzen sind hier zur Zeit mit den ganzen Flüchtlingen aus Venezuela nicht so entspannt, aber es hat dann doch alles gut geklappt und wir sind in der Früh in Máncora angekommen.

Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf im wunderschönen Hostel direkt am Strand, haben wir gefrühstückt und die Sonne genossen. In Montañita hatten wir meistens nur einmal die Woche Sonne, deshalb haben uns die 3 Tage einfach am Strand liegen, surfen und bisschen auskurieren gut getan, da wir beide bisschen krank waren.

Heute ging es weiter nach Piura und morgen fliegen wir dann nach Cusco, in den Süden Perus. Von dort aus wollen wir Machu Piccu und so einiges mehr machen, nur auf die Höhe und Kälte freuen wir uns jetzt noch nicht.

Bis dann, 

Hanna

 

Erste Wochen in Südamerika

Freitag, 10.08.2018

Hola wieder einmal.
Mittlerweile habe ich mich echt schon eingelebt hier in Ecuador. Man muss sagen, dass das aber auch leicht fällt bei so einem schönen Land und mit den ganzen netten Leuten in meiner Sprachschule. Wir sind schon wie eine große eingespielte Gruppe und machen auch regelmäßig alle etwas zusammen.
Nachdem mein erstes Hostel nicht so der Hammer war, wohne ich jetzt auch mit den meisten Anderen der Sprachschule in den cabañas, also so der Unterkunft der Sprachschule. Hier gibt es sogar einen Pool und die Anlage ist einfach super schön an sich☺


  
Da ich relativ viel Unterricht an der Sprachschule habe, habe ich auch wirklich das Gefühl, dass ich weiter komme mit meinem Spanisch.
Aber zum Glück bleibt trotzdem nebenbei noch Zeit zum Surfen, mit den Leuten hier etwas machen, Essen gehen, Cocktails trinken... Wir haben ein einziges Mal gekocht bis jetzt, einfach weil wir Lust auf ein scharfes Curry hatten, aber nachdem hier die Kokosmilch 4$ gekostet hat, lohnt sich das echt nicht. Mittagsmenüs bekommt meist schon um die 3$ mit Vorspeise, Hauptspeise und einem frischgespressten Saft dazu. Säfte, Smoothies und Cocktails sind unschlagbar hier, die werden immer aus frischen Früchten zubereitet!
Natürlich gibt es auch viele Empanadas, besonders bei einem argentinischen Geschäft bei uns um die Ecke sind sie wahnsinnig gut. Jedoch genießt man nach einiger Zeit auch mal etwas, das nicht ein- oder mehrfach frittiert wurde. 
Letzte Woche Samstag waren wir zu fünft, unter Anderem auch mit einem unserer Lehrer, beim Whale Watching in Puerto Lopez. Wir sind in der Früh mit dem Bus eine Stunde Richtung Norden gefahren und haben dann dort Mittag gegessen. Typisch hier zum Mittagessen ist Fisch oder Fleisch, meist gegrillt oder frittiert mit Reis, Linsen, frittierten Bananen und bisschen Salat.

Danach ging es Richtung Whale Watching Tour, die wir für 20$ bekommen haben (das sind knapp 100$ weniger als z.B. in Neuseeland!). 5 Minuten bevor wir auf den Steg gegangen ist mir aufgefallen, dass ich schlauerweise die Speicherkarte meiner Kamera im Hostel gelassen hatte. Da ich aber unbedingt mit meiner Kamera Fotos machen wollte, bin ich mit meinem Lehrer (Ecuadorianer und für jeden Spaß zu haben) noch schnell mit dem rasanten Motortaxi losgedüst.
Es ging quer durch die Stadt und dann hat sich doch noch eine Speicherkarte auftreiben lassen. Als wir zurück gekommen sind, ging es auch schon auf unser Boot - wider Erwartung echt technisch modern!
Nach einer halben Stunde haben wir unseren Wal schon von Weitem gesehen. Um diese Zeit sind hier Buckelwale vor der Küste Ecuadors und bekommen ihre Kinder, da das Wasser der Antarktis momentan zu kalt ist. 
Hier sieht man meistens auch nicht nur die Schwanzflosse, sondern den kompletten Wal, weil die Buckelwale oft mehr oder weniger komplett aus dem Wasser springen. So war es auch mit dem Wal der für die nächste Stunde bei uns geblieben ist. Meistens ist er zur Hälfte aus dem Wasser rausgekommen und hat sich dann umfallen lassen. Jedoch ist er auch manchmal komplett rausgesprungen mit noch einer kleinen Schraube, also einer Seitwärtsdrehung dran. Das war wirklich beeindruckend, besonders weil wir echt nicht weit entfernt waren. Einmal haben wir ihn sogar unter unserem Boot durchtauchen sehen!


  
 Dieses Wochenende bin ich mit 5 anderen Mädls aus der Sprachschule in Cuenca, einer super Stadt mit wunderschönen Häusern im Kolonialstil. Die Fotos davon werde ich nächste Woche posten.
 
Liebe Grüße,
Hanna
  
 

 

 

Hola aus Ecuador

Montag, 30.07.2018

¡Hola!
Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Blog so schnell wieder benutzen werde, ihr wahrscheinlich auch nicht. Wie die meisten wahrscheinlich mitbekommen haben, hat es mich in den Semesterferien für 6 Wochen nach Südamerika, genauer nach Ecuador verschlagen. Nach meinen ersten beiden Semestern in Innsbruck, steht nächstes Jahr Spanisch mit im Programm. Jedoch nicht nur irgendwie, sondern mit Unternehmensgründung und co und mein jetziges Spanisch ist noch eher mau. Erst wollte ich nach Spanien zum Sprachkurs, allerdings konnte ich Südamerika ja letztes Jahr nicht mehr einbauen und daher hat es sich jetzt angeboten. Mein grober Plan: 3 Wochen Sprachkurs in einem Backpacker & Surfer Ort am Meer und danach noch herumreisen in Ecuador.

Los gings am Samstag Früh um 5 (nach dem Seefest...) mit dem Zug nach Frankfurt und weiter nach New York.
Nach einigen Schwierigkeiten war ich endlich draußen und da ich 8 Stunden Layover hatte, wollte ich natürlich rein in die Stadt, auch wenn es im Endeffekt nicht mehr als 1,5 Stunden waren. Allein das Gefühl, aus dem Zug zu steigen und an der Penn Station, mitten in Manhattan nach ewiger Flughafen-Luft auszusteigen - einfach unbeschreiblich!!
Von dort aus bin ich ein paar Blöcke weiter zum Times Square gegangen und habe den späten Nachmittag in NY einfach genossen. Obwohl ich ja letztes Jahr am Ende meiner Reise hier war, aber New York lohnt sich immer!!

Nachdem aber der Fahrkarten Verkäufer selbst aufgeregt war, als ich ihm am Flughafen erzählt habe was ich vorhabe in den paar Stunden, bin ich lieber früh genug wieder zurück zum Flughafen.

Der nächste Stopp war Panama City, wo ich vorraussichtlich auf dem Rückweg noch aussteigen werde, jedoch auf dem Hinweg die Zeit nicht hatte. Endlich war der letztes Flug an der Reihe: nach Guayaquil, an der Küste von Ecuador.

Dort angekommen musste ich nur noch zum Bus und hatte bevor ich schauen konnte bereits meine ersten Konversationen auf Spanisch hinter mir. Das macht das Ganze sehr einfach, da nur die wenigsten Ecuadorianer wie es scheint, Englisch sprechen.

Im Bus habe ich schon die ersten Traveler, auch Reisende genannt, getroffen: einmal aus Australien und aus Neuseeland, was natürlich alte Erinnerungen wach ruft.
Endlich in Montañita angekommen, sind wir drei Mädls gleich Essen gegangen: super gute, traditionelle Vorspeise und Hauptgang. Einmal gab es in Limettensaft eingelegten Fisch(evtl roh) und frittierten Fisch mit allerlei Beilagen. Lustigerweise auch frittierte Kochbananen, die es in Ghana fast genauso gab.

Danach bin ich ab in mein Hostel und nach fast 45 Stunden unterwegs, 3 Fliegern, 3 Bussen,5 Zügen und einem Taxi und ein paar Fußmärschen endlich angekommen. Natürlich sofort in Bett gefallen.

Nach fast 13 Stunden Schlaf und eigentlich keinem Jetleg, ging es für mich sofort in die Sprachschule: Einstufungstest.
Den habe ich erstaunlich gut gemeistert, mein Niveau ist anscheindend B1 ||, aber wahrscheinlich auch nur in Ecuador...
Der Unterricht war super, wir sind auch nur zu dritt und super nette Leute überall in der Schule.
Mittags ging es bisschen durch die Straßen von Montañita, zum Essen wieder in das Restaurant von gestern und dann erneut für zwei Stunden in die Schule.

Heute Abend gibt es Abendessen mit den Anderen Leuten aus der Schule, Geburtstag feiern von einer Deutschen hier und morgen geht es wieder weiter.

Das Wetter ist kälter als bei euch zur Zeit, sprich ca 24°C und bewölkt, aber dann fällt man nicht gleich um wenns zum Laufen geht und kann sich konzentrieren in der Schule.

Ich werde mich demnächst wieder melden,
¡hasta proxima!

Roadtrip der 2.

Donnerstag, 08.06.2017

So jetzt lasse ich nach einer viel zu langen Zeit mal wieder etwas von mir hören. Es war echt so viel los und ich war vielleicht auch zu faul.
Aber jetzt zu meinen letzten 3 Wochen: gleich nach meinem letzten Blogeintrag ging es los auf Roadtrip mit Sebi, einem Freund von mir aus Deutschland. Wir hatten wirklich Probleme, dass wir ein Auto mieten können, weil man hier eigentlich erst ab 21 mieten kann. Aber wir haben Glück gehabt und Sebi hat kurz bevor wir den Bus buchen wollten noch ein Auto gefunden, das wir auch mit 19 mieten konnten. Also sind wir dann am nächsten Tag losgefahren mit der lieben Carola, unser Auto und mit geliehener basic Campingausrüstung, viel Gepäck und alles was dazu gehört. Erst sind wir rauf Richtung Kelowna, haben allerdings auf der Strecke erstmal übernachtet. Aber nicht in einem Hostel oder Ähnlichem, sondern in unserem Auto. Das war aber auch kein kleiner Campervan wie der liebe Wicket in Neuseeland, sondern ein Toyota Corola, bei dem wir dann meistens auf den Vordersitzen geschlafen haben. Kelowna ist eine der wärmsten Städte in Canada mit mehr oder weniger Wüste herum. Dort war sogar eine Känguru-Farm, aber waren wir zu spät dran und sind am Abend noch weiter gefahren. Da war die Hanna allerdings nicht so begeistert.
Dann sind wir mit unserem super motorisierten, überhaupt nicht aggressiv machenden Auto mit der besten Federung überhaupt nach Revelstoke gefahren (Ironie ist vorhanden, unser Auto war das komplette Gegenteil). Wir wollten auf einen Berg gehen, aber das erste Problem war schon einmal, dass ich mal wieder etwas falsch gedacht​ habe. So standen wir erst an der vermeindlichen Ausgangsstelle für die Wanderwege. Es hat sich dann doch heraus gestellt, dass das Skipisten sind, aber ich habe ja zum Glück jemanden dabei gehabt, der die Situation unter Kontrolle​ hatte ( war da Ironie dabei - man weiß es nicht).
Also sind wir auf den Berg gegangen, bzw haben angefangen aber sind in der Hälfte, wegen manchmal fast einem Meter Schnee, umgedreht.

Hier ein paar Fotos von dieser Zeit, auch mit einem schönen Wasserfall auf dem Weg.

Unser kreativer Kühlschrank:

 

Danach sind wir weiter gefahren Richtung Banff und Umgebung und haben dort ein paar Tage übernachtet. Zuerst auf einem spektakulären Subway Parkplatz, weil wildcampen in einem Nationalpark einfach schwer ist und wir uns die Campingplatzgebühren sparen wollten. Danach haben wir uns nach 5 Tagen im Auto ein Hostel gegönnt. Dort gabs dann sogar Pfannkuchen zum Frühstück, natürlich mit Zutaten aus dem Free-food-shelf (kostenlose Sachen für arme Backpacker). Dort waren wir paar mal am Lake Louise, einer der bekanntesten, türkisen Seen in Canada. Der letzte Winter war aber total kalt und so war der See leider noch zugefroren, war aber trotzdem wirklich schön! Danach waren wir auf einem kleinen Berg und der Sebi ist, auf dem Weg nach unten, ein Slide- Profi geworden. Es lag eben noch dezent viel Schnee.


Am Abend sind wir zweimal eine für ihren Wildlife bekannte Straße gefahren.Wir hatten sogar gleich am ersten Tag schon Glück und haben einen Bären die Straße überqueren gesehen. Leider hat dieser sich dann gleich ins Gebüsch verzupft, das vielleicht daran liegt, dass wir mit über 100 am Anfang auf ihn zugefahren sind. Keine Angst, wir konnten gut stoppen und der Bär lebt noch, wir waren am Anfang nur einfach zu weit weg.

  

Danach haben wir noch einen Abstand nach Calgary gemacht, der Hauptstadt Albertas, die schon wieder außerhalb der Rocky Mountains liegt. Calgary ist an sich echt eine Industriestadt, aber hat uns trotzdem gut gefallen, gerade mit ihrer modernen Innenstadt.

 


Aber wir haben nur eine Nacht eingeplant und so sind wir am nächsten Tag wieder in die Berge gefahren. Auf dem Weg haben wir immer nach schönen Picknickplätzen gesucht und haben wieder einen wirklich schönen Platz am See gefunden. Dort wurden dann, wie so oft, die Nudeln mit Tomatensoße gekocht, geht schnell und ist budget ( =günstig, war eigentlich auch Motto des Roadtrips). Da wir wieder im Nationalpark waren, haben wir wieder unseren altbewährten Subway Parkplatz aufgesucht​. Wir hatten nämlich keine Lust, wie das letzte Mal, wieder von der Polizei aufgescheucht zu werden, da sie das echt ernst nehmen mit dem Wildcampen im Nationalpark. Nach dieser Nacht haben uns die vor unserer Nase vorbei fahrenden Güterzüge schon fast nichts mehr ausgemacht und Helis sind dieses Mal auch nicht neben uns gelandet ( der Sebi hat mir das allerdings nicht so ganz geglaubt...).
Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter zum Icefield Parkway, einer der schönsten Panorama Strecken in Canada. Das ist die Strecke von Lake Louise nach Jasper, ca. 240km lang und man fährt an spektakulären Aussichten über Gletscher, Täler und Bergen entlang. Es lassen sich auch oft Tiere sehen auf dem Weg und da wir mal wieder Glück hatten, haben wir Bär Nummer 3 und 4 direkt an der Straße gesehen. Anfangs war es noch richtig schön weil wir nicht sehr weit entfernt waren. Aber als dann für einen Bären um die 20 Autos am Straßenrand geparkt haben, sind wir lieber weiter gefahren... Außerdem sind wir zu sehr vielen Wasserfällen hingelaufen und haben große Schafe mit Hörnern gesehen.

  

Am Abend haben wir noch einen schönen Platz, auch Spot genannt, zum Lagerfeuer machen gefunden. Wir haben dann Smores gemacht (Marshmallows gegrillt und mit Schokoladenstücken im Keks), da lässt sich das Campingleben schon aushalten. Jasper ist ein total schöner Ort im Norden der Rockies und liegt in Alberta. Dort sind wir 3 Nächte geblieben und hatten, wie sehr oft, super Glück mit dem Wetter. Es gibt viele grüne und kristallklare Seen bei denen wir gechillt haben, hingelaufen sind oder Wraps als Mittagessen gegrillt haben. Mal wieder haben wir Mehl im Hostel gefunden und am Abend als Abendessen ein super gutes Stockbrot mit Kräuterbutter gemacht, welches definitiv eines meiner Highlights war. Was geht schon über ein perfekt bräunliches warmes Vollkornstockbrot? Ein weiteres Highlight war das All-you-can-eat buffet beim Inder das wir uns in Jasper geleistet haben, das war so gut und einfach mal kein Backpackeressen. Allerdings konnte ich danach im Park nicht mal mehr auf dem Bauch liegen...

Wir haben meistens auf einem Hostelparkplatz geschlafen und waren dort auch nicht die einzigen Wildcamper. Aber nach 3 Nächten war es an der Zeit, dass wir weiterfahren. Also sind wir, vorbei am höchsten Berg der Rockies mit knappen 4000m, in die totale Pampa gefahren, auf dem kürzesten Weg Richtung Vancouver. Am Spätnachmittag haben wir dann Kamloops für Donuts bei Tim Hortons erreicht (mit klemmender Türe die mich fast nicht rausließ, oder so ähnlich...).
Danach sind wir nach einigen steilen Kiesstraßen an einem wunderschönen Aussichtspunkt angekommen an dem wir gekocht haben. Wir sind dabei nur knapp einem starken Sandsturm entkommen.

Nach einer Nacht im Nirgendwo, natürlich in Carola auf den gemütlichen hintergeklappten Vordersitzen, sind wir weiter nach Whistler gefahren. Diese Fahrt ging hinter leicht aggressiv machenden Wohnmobilen her, welche bergab 20km/h gefahren sind und uns nicht überholen ließen. Sebi und Hanna sind doch stets ruhig geblieben. Am Nachmittag sind wir dann in Whistler angekommen und haben gegen vier Uhr erstmal an einem schönen See, Wraps mit Ei gegessen, wie so oft. Wir haben insgesamt fast nie vor drei Uhr Mittag gegessen, das macht der verfressenen Hanna natürlich nichts aus. Am Abend haben wir den Sonnenuntergang angeschaut, mit vielen "vibes" und dann haben wir wieder aufgekocht mit unserem Gaskocher. Am nächsten Tag waren wir in der Mittagshitze um ein paar der Seen laufen und mussten danach als Abkühlung ins Eiswasser springen​. Danach mussten wir noch ein bisschen Richtung Vancouver fahren, da wir am Tag darauf das Auto abgeben mussten. Also sind wir den Sea to Sky Highway, mit wunderschönem Ausblick, nach Squamish gefahren. Dort haben wir eigentlich nur nach einem Lagerfeuer-/ Essplatz gesucht. Dann ist uns allerdings ein Pickup-Truck rückwärts reingefahren. Es war zwar ärgerlich, da das unsere letzten 20 Stunden mit dem Auto waren, aber wir waren überhaupt nicht Schuld und deshalb war es schnell geklärt​. Danach sind wir noch durch den Drive-thru gefahren und haben die letzten Smores auf dem Gasgrill gemacht, da wir keine Lust mehr auf richtig kochen hatten und sich außerdem keine Feuerstelle gefunden hat.

Am nächsten Tag sind wir zurück nach Vancouver gefahren und haben das Auto abgegeben, somit hat auch der Roadtrip aufgehört. Ich bin am gleichen Tag noch nach Squamish in ein Hostel gefahren und der Sebi ist bei seiner Gastfamilie in Vancouver geblieben. Dannach ging es noch für mich noch nach Vancouver, aber mittlerweile habe ich meine Familie schon in New York getroffen.

   

Also bis nächstes Mal oder bald daheim, 

eure Hanna

Besuch bei meiner alten Gastfamilie und Abstecher nach Tofino und Victoria

Mittwoch, 10.05.2017

Hallihallo,
Mir geht es wie eigentlich immer super. Ich bin immer noch auf der wunderschönen Vancouver Island unterwegs. Insgesamt war ich knappe zwei Wochen bei meiner Gastfamilie. Die Zeit habe ich natürlich total genossen. Nach drei Jahren ist doch eine ganze Menge passiert aber es hat sich trotzdem mehr oder weniger wie heimkommen angefühlt nach ein paar Monaten unterwegs in Hostels. Das sind ja mittlerweile auch schon wieder über 6 Monate seitdem ich nach Ghana losgeflogen bin, auch wenn ich dazwischen mal kurz daheim war.
Auf jeden Fall kann man sich durchaus an ein eigenes Zimmer gewöhnen.
Mit meiner Hostmom habe ich oft gekocht, wir waren mit den Hunden spazieren oder sind in die nächste Stadt gefahren, zum shoppen oder Essen gehen. Allerdings war ich auch oft alleine daheim, weil sie und meine Gastschwester bis Nachmittag in der Arbeit oder Schule waren. Aber ich hatte ja zum Glück stets Gesellschaft von den Hunden!

An einem Tag war ich auf Quadra Island, einer vorgelagerten Insel, auf der ich eine alte Freundin besucht habe. Wir waren laufen, umgeben vom wunderschönen Ozean und danach noch einen Kaffee trinken. Das Lustige ist, dass sie im Herbst mit ihrem Studiengang nach Ghana fährt! (Das ist die erste Person die ich treffe, die plant nach Ghana zu fahren, allerdings nur für 2 Wochen.)

Ich war allerdings​ auch immer zwischendurch bei meinem Hostdad, also in dem riesigen Haus in dem ich letztes Mal gewohnt habe. Wir sind auch dort wieder zum Sushi essen gegangen, in dem Restaurant in dem wir an meinem 16. Geburtstag waren. Bis jetzt habe ich nirgendwo auf meiner Reise ein Restaurant gefunden welches dieses Restaurant toppen kann. An einem Abend haben wir Spätzle gemacht, die sie dort wegen deutschen Vorfahren kennen. Allerdings wurden sie von mir noch in Kasspatzn verwandelt. 😇
Die Farm ist noch fast genauso wie ich sie in Erinnerung hatte. Es gab wieder ein paar süße Babyschweine, bei denen sich meine Schuhe allerdings nicht mehr sicher gefühlt haben vor lauter anknabbern.
Auch die zwei Zwergziegen, Hazel und Zoe, gibt es noch:


Am letzten Abend bei meinen Hostdad habe ich mit meiner Gastschwester Schokopopkorn gemacht (das habe ich in Oxford gelernt)! Das gab es dann zusammen mit dem Film ,,Avatar" vor der Leinwand im kleinen Kinosaal im Keller.

Zum Mittagessen haben sie sich die ,, german pankakes" gewünscht, was natürlich ,, Kaiserschmarrn" heißen soll.
Dann musste mein Hostdad allerdings arbeitstechnisch nach Victoria und ich war die letzten zwei Tage noch bei meiner Hostmom.

Wir waren in den letzten Tagen noch auf einem kleinen Berg und in einer Nachbarstadt. Ich habe Gastoma und Opa auch ein paar mal gesehen und Vanillekipferl bekommen, die werden dort ganzjährig als Kekse gebacken. Aber da hatte ich natürlich nichts dagegen, weil ich letztes Weihnachten in Ghana leider keine Vanillekipferl bekommen habe. Am letzten Abend habe ich mit meiner Gastschwester noch Gesichtsmasken gemacht und dann ging es an nächsten Tag auch schon weiter.

Es ging für mich wieder alleine weiter, nach Tofino. Das ist ein süßer Surferort an der Westküste Vancouver Islands, mit vielen jungen Leuten, Stränden, süßen Cafés und vielen alten VW Bussen. Man fühlt sich ein wenig zurück versetzt in die Hippiezeit. Ich war natürlich auch wieder surfen, mit Wetsuit, Schuhen und Haube. Mir ist schon gut warm geworden, aber trotzdem bin ich glaube ich einfach ein Warmwasser-Surfer. 

 

Am nächsten Tag war ich dann beim Whale Watching und wir haben ein paar Grauwale gesehen, ziemlich nah aber leider nur kurz. Dafür waren es umso mehr Seelöwen, die um unser Boot rumgeschwommen sind und uns durch ihre Sprünge nur so nass gemacht haben.

 

Jetzt bin ich allerdings schon in Victoria, der Hauptstadt British Columbias und größter und schönster Stadt auf Vancouver Island. Wenn ich in Kanada wohnen und studieren würde, würde ich definitiv hier hinziehen.

Ich habe gleich am Abend an dem ich angekommen bin eine Freundin von damals getroffen. Auch am nächsten Tag habe ich wieder eine andere Freundin, auch aus Campbell River, getroffen. Wir waren den ganzen Tag zusammen unterwegs, sind am wunderschönen Ufer und durch Parks gegangen und haben melancholisch über alte Zeiten geschwärmt. Ich genieße es richtig, dass hier Frühling wird, mit blühenden Wiesen und wärmerem Wetter. Hier leben in einem Park viele wilde Pfauen, die konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Dazwischen haben wir kurz in ihrer Familie vorbei geschaut und da wurde mir angeboten,dass ich gerne dort als zweite Gastfamilie bleiben kann.  Hier ein paar Fotos vom Tag:

 

Heute bin ich noch in Victoria unterwegs und morgen treffe ich einen Freund von mir in Vancouver, von wo wir dann eine Art Roadtrip für 3 Wochen starten.

Liebe Grüße,

Hanna

 

Noch ein kleiner Gruß von einem Schneemann im Mai:

Der letzte Bericht vom anderen Ende der Welt und der Welt der Hobbits

Montag, 24.04.2017

So jetzt melde ich mich noch ein letztes Mal aus Neuseeland, aber keine Angst ich komme erst in knapp 8 Wochen nach Deutschland. Bis der Eintrag steht bin ich auch schon in Kanada.

Jetzt aber zu meinen letzten Tagen: Ich habe mich ja das letzte Mal aus Wellington, Neuseelands Hauptstadt, gemeldet. Dort habe ich das schlechte Wetter mehr oder weniger überdauert. Ich habe die Stadt aber in dieser Zeit auch wirklich schätzen gelernt, wieder sau liebe Kiwis (Neuseeländer) getroffen, war in netten Cafés, Fitnessstudios zum kostenlosen Ausprobieren und in einem großen kostenlosen Museum. An einem Abend war ich mit einer Amerikanerin in einer Comicshow die auch kostenlos war und Trump das große Thema war. Ich war erst nicht ganz sicher auf welcher Seite sowohl der Komiker als auch die Amerikanerin standen, aber zum Glück klar dagegen und so war es wirklich ein wirklich schöner Abend.
Da kam Trump doch tatsächlich noch persönlich vorbei:




Als nächste Station bin ich nach New Plymouth gefahren. Nachdem ich dachte, dass ich die Zeit schon weiß, der Bus dann aber doch erst gegen 10 Uhr gefahren ist, saß die Hanna total verschlafen in der Früh vom Ostersonntag im McCafé. Das war das einzige Café das offen hatte. Im Nachhinein schaue ich doch lieber noch 10 mal auf die Uhrzeit, wieder was dazu gelernt.
In New Plymouth angekommen bin ich in ein süßes Hostel gekommen und habe eine andere Deutsche mit gleichen Plänen für die nächsten Tage getroffen. Am Abend habe ich mir mal wieder ein Curry gekocht, ich kann mich einfach nicht nur von weißem Toast oder Nudeln & Tomatensauce ernähren. Am nächsten Tag war eigentlich geplant, dass wir auf den Mt. Taranaki gehen aber das Wetter war nicht gut genug. Am Tag waren wir bisschen in New Plymouth unterwegs, ich war noch laufen, auch durch einen wunderschönen verwunschenen Park.


Dann wollten wir uns einen Shuttle zum Berg hin für den nächsten Tag buchen. Allerdings wurde uns gesagt, dass die Saison um auf den Gipfel zu gehen leider seit 3 Tagen vorbei sei, da es geschneit hatte.
Wir haben beschlossen, das fast 20km Crossing am Mount Taranaki zu machen. Also sind wir bei schönstem Wetter losgezogen. Über Stock und Stein und durch Matsch der uns oben in die Schuhe reingelaufen ist sind wir dahin gelaufen, bis das Wetter leider zugezogen ist. Auch konnten wir leider kein bekanntes Motiv des Mount Taranakis erhaschen, da es bewölkt war. Ich füge trozdem eins hinzu, dass ihr seht wie das manchmal aussieht.
Wir hatten oben die Idee, dass wir uns nach dem ganzen Matsch wirklich etwas verdient haben und so gabs am Abend Kaiserschmarrn (der war sogar wirklich gut, obwohl wir den Eischnee per Hand machen mussten).

So sollte es von einem gewissen Punkt aussehen:

Und so sah es aus: (traue Fotos nicht!)

 

Und ein bisschen Matsch kam auch noch dazu:

Am nächsten Tag gings in der Früh gleich wieder weiter, allerdings wieder getrennter Wege. Ich bin nach Rotorua gefahren, auch in ein nettes Hostel. Gleich nach der Ankunft habe ich mir eine Tour für ,,Hobbiton" am nächsten Tag gebucht. Hobbiton ist das Dorf im Auenland aus dem die Hobbits kommen, allerdings leider nur in den Filmen. Ich war, trotzdem dass ich kein 100% Herr der Ringe Fan bin, soo begeistert. Hobbits sind menschenähnliche Wesen, die allerdings nur viel kleiner sind (bis 1,20m), super lebensfroh und behaarte Füße haben.
Wir wurden durch die verschiedenen Hobbithöhlen geführt, mit Briefkästen auf Kniehöhe, Puppenkleidung an den Wäscheleinen, Kürbissen und anderem Obst und Gemüse im Garten, ein kleiner Kamin aus dem Rauch kommt, kleine Fenster in Tellergröße und viele andere Sachen. Man konnte die Hobbits wirklich überall rumspringen sehen und ich habe den ganzen restlichen Tag nur noch Filmmusik gehört. 

Nachdem ich wieder in Rotorua angekommen bin, war ich noch in den Parks spazieren und habe die heißen Quellen und dampfenden kleinen Seen angeschaut. Es hat natürlich super gerochen und in der ganzen Stadt überhaupt nicht schwefelig. Danach bin ich noch in einem süßen Cafe gesessen und habe Tagebuch geschrieben und meine letzten Stunden in Neuseeland genossen. Am Abend war ich dann noch in einem Hot Tub, in den das Wasser direkt aus 50m Tiefe sprudelt. Danach gab es Vollkornnudeln mit Lachs, irgendwie muss man die restlichen Dollars ja loswerden. 

Mein letztes Essen mit allem was übrig war (Chiasamen, Couscous, Süßkartoffel, Zuccini, Tomate & Erdnüsse) 

Am nächsten Tag bin ich, nach dem letztem Mal durch die Stadt bummeln, zum Flughafen gefahren wo mir ein 13h Flug nach Kanada bevor stand. Allerdings wollten sie mich erst nicht mitnehmen, da ich beim beantragten Online-Visum bei meiner Passnummer ein O anstatt einer Null gemacht habe (man kann wirklich keinen Unterschied sehen, da die Null eindeutig rund war). Dann hieß es erneut die 60$ zahlen und in den letzten Minuten noch schnell meinen super leichten großen Rucksack abgeben. Aber damit war der Stress dann geschafft und ich habe nach einem Film und Abendessen im Flieger, dank Schlaftablette, 8h durchgeschlafen.

In Vancouver angekommen bin ich dann gleich zur Fähre geshuttelt worden und rüber nach Vancouver Island gefahren. Kurz vor der Ankunft habe ich mich so auf meine Gastfamilie gefreut, die mich abgeholt haben, dass ich schon von einer älteren Dame angesprochen wurde, warum ich so aufgeregt bin. Meine Gastmutter, Schwester und deren Freund haben mich abgeholt und es fühlte sich dann schnell so an, als wären es definitiv keine 3 Jahre gewesen die ich weg war. Allerdings haben sich meine Gasteltern getrennt und so lebe ich zur Zeit bei meiner Hostmom im Haus, heute Abend sehe ich allerdings auch meinen Hostdad.

Die letzten Tage waren wir viel mit den Hunden spazieren (nicht nur Lola, der Hund der mir letztes Mal so ans Herz gewachsen ist, sondern auch Koda, ein kleiner Wuschel der ausschaut wie ein kleiner Bär). Ansonsten habe ich den 19h Zeitunterschied gut weggesteckt, gehe laufen, koche mit der Familie und habe mal Zeit mit den wunderschönen Bewerbungen für nächstes Jahr zu widmen.

Ach ja, jetzt bin ich wieder im Frühling gelandet. Das ist zwar noch ein bisschen ungewohnt, aber vom Herbst in den Frühling zu kommen ist nicht wirklich schlimm.

Bis zu nächsten Mal

eure Hanna

und Lola:

Letzte Woche(n) auf Roadtrip in Nz

Donnerstag, 13.04.2017

Nach dem letzten Blogeintrag ging es für uns dann am hellblauen Lake Pukaki vorbei zum Mount Cook Village. Der Mount Cook ist Neuseelands höchster Berg, der allerdings nur in geführten Touren bestiegen werden kann. Wir waren am ersten Tag auf einem kleinen Berg mit 1300 Stufen, aber super Blick. Am nächsten Tag haben wir, sowie auch dutzende Asiaten, den Hooker-Valley-Track gemacht. Am Ende des Tracks hat man einen guten Blick auf den Gletscher des Mount Cook.

   

Danach haben wir zum Mittagessen wieder einen wahnsinnig schönen Picknick Spot gefunden. Diese Picknick Stellen vermisse ich jetzt schon und die bekommt man wirklich nur wenn man per Auto unterwegs ist.
Danach sind wir auf einen Campingplatz gefahren, der super abgelegen an einer endlosen Schotterstraße lag. Dort gab es mal keine Nudeln mit Pesto/Tomatensauce sondern dunklen Reis mit Bohnen, frisch gebratenem Mais und Tomaten.

Der Grund warum wir im Nirgendwo geschlafen haben war, da wir auf den Roy's Peak am Lake Wanaka gehen wollten. Nach der relativ​ kurzen Anfahrt (die endlose Schotterstraße wieder zurück) haben wir uns auf den Weg nach oben gemacht.
Erst kommt man zu dem berühmten Foto-Punkt vom Roy's Peak, da darf man sogar auf dem Berg anstehen um ein Foto zu bekommen. Aber oben auf dem Gipfel angelangt ist auch nicht viel mehr los als auf der Brecherspitze. Nach dem wunderschönen Tag bei schönstem Wetter gabs es wieder eine kostenlose Dusche in einem Hostel und dann zum kochen an den See.


Am nächsten Tag sind wir nach Queenstown gefahren auf einen Campingplatz in der Stadt, der allerdings schon fast so viel gekostet hat wie ein Hostelzimmer, eben Queenstown-Preise. Wir sind bisschen durch die Stadt geschlendert, haben Cappuccino getrunken und uns zur Happy Hour warme Cookies gegönnt. Zum Abendessen gab es einen berühmten Ferdburger, bei dem man üblicherweise lange ansteht, aber wir hatten Glück. Danach haben wir das Nachtleben in Queenstown getestet und gleich in meinen Geburtstag reingefeiert. Queenstown ist sehr beliebt unter jungen Leuten aus aller Welt und so ist am Abend auch Einiges los.

Nachdem ich mit einem super guten Schokokuchen mit 19 Kerzen drauf, von Niki geweckt wurde, haben wir erstmal die Checkout-Zeit weit überschritten mit einem ausführlichen Frühstück mit Blaubeeren allem drum und dran. Danach sind wir kurz auf einen Berg gegangen, auf dem man oben Lugen kann. Das ist so etwas ähnliches wie Sommerrodeln, nur zum lenken. Es hat wirklich Spaß gemacht, nur hab ich mir schöne Schürfwunden geholt, weil mir meine Beine beim Bremsen vor der Kurve im Weg waren. Aber wir leben nach dem Motto: es gibt schlimmeres.
Zum Lunch gab es Wraps oben auf dem Berg und dann unten haben wir uns weiter gegönnt, erstmal im Hot Tub (ein unsprudelnder Whirlpool), dann Mangoeis mit dunkler Schokolade oben drauf, ein Burrito und zum Schluss ein Burger. Später ging es wieder durch die Bars und Kneipen, aber nicht so lange, da ich für den nächsten Tage in der Früh schon etwas gebucht hatte.
Da hab ich von mir selbst zum Geburtstag bekommen, dass ich Flyboarden gehe. Man bekommt Düsen mit einem Schlauch dran an die Füße geschnallt. Ein Jetski fährt nebenher zudem der Schlauch geht und der den Druck regelt, mit dem das Wasser aus den Drüsen kommt, die die Person die draufsteht im Optimalfall aus dem Wasser drückt. Nach ein paar Anläufen und einigen Bauchplatschern hat die Sache dann anscheinend so gut ausgesehen, dass sich sogar die Asiaten ans Ufer gestellt haben um Fotos zu machen. Das Ganze hat riesig viel Spaß gemacht, aber da bräuchte ich schon noch bisschen Übung bis ich das Teil dann richtig lenken kann.


Gleich nach dem kalten Badespaß sind wir Richtung Milford Sound gefahren, wo wir am nächsten Tag eine Kajaktour durch die Fiorde gemacht haben. Wir mussten auch das ein oder andere Mal wirklich mit Wind und Wasser kämpfen, aber es war wirklich atemberaubend mit Gletscher, Fiorden und Wasserfällen.

Am Abend haben wir mal wieder einen kostenlosen Campingplatz abgestaubt und waren dann am nächsten Tag in den Catlins, einem Nationalpark im Südosten der Südinsel. Nach einem Lunch in der Delfinbucht (leider ohne Erfolg) haben wir noch einige kleine Trecks in den Regenwald gemacht. Das ist wirklich verrückt, es schaut alles wie gewöhnlicher Wald aus und kaum ist man einen Meter weit drin, könnte man sich auch im Dschungel in Afrika befinden.
Am Abend waren wir noch an einem Bauwagen, der mich mit den lustigen Erfindungen total an den Bauwagen von Peter Lustig erinnert hat.
 

Als vorletzten Stopp waren wir für zwei Tage noch in Dunedin, einer wirklich schönen Stadt am mehr mit viel Streetart, also Zeichnungen an riesigen Hauswänden. Wir haben uns auch das einzige Mal überhaupt zusammen Fish n' Chips geleistet, wenn nicht jetzt wann dann? 

Als letzten Halt sind wir noch nach Kaikoura gefahren, wofür wir unser geliebtes Auto allerdings um zwei Tage verlängern mussten. Kaikoura wurde letzten November/Dezember vom Erdbeben wirklich zerstört. Besonders die Straßen an der Küste sind noch unbefahrbar, aber auch wegen der Flut erst vor ein paar Tagen. Die Stadt ist eigentlich fürs Whale Watchung berühmt, aber dafür haben wir leider zu wenig vorgeplant und dann keinen Platz mehr bekommen. So sind wir auf einen kleinen Hügel mit wunderschöner Aussicht gelaufen. Picknicken wollten wir eigentlich an einer Seehundkolonie, aber erstens war kein einziger Seehund zu sehen und zweitens hat es fürchterlich gestunken. Wir hatten außerdem beschlossen, dass wir eine Woche früher Ostern feiern, nicht sehr christlich, aber am anderen Ende der Welt einmal erlaubt, da wir noch zusammen feiern wollten. So haben wir also am Sonntag auf dem Campingplatz gegenseitig Eier versteckt und gesucht und gerade Spaß gemacht hat es.

Nach 23 Tagen mit unserem ,,Wicket" mussten wir unseren Campervan leider sehr schweren Herzens wieder abgeben. Natürlich nachdem wir noch so viel zum Essen gekauft haben, dass wir es kaum noch tragen konnten. Da es unser letzter Abend zusammen war, haben wir Nudeln mit einer suuper guten Lachs-Sahnesauce gekocht, dazu gab es noch etwas Wein. 

Hier noch zwei Fotos von unserer Zeit: einmal wir in ,,Wicket" und einmal ein paar Vierbeiner die vor, hinter und um uns rum die Straße überqueren.

Am nächsten Tag bin ich dann in der Früh alleine (nach 8 Wochen mal wieder alleine reisen, ganz schön ungewohnt) nach Picton gefahren mit einem schönen 9 Stunden Bus. Das Hostel dort war wirklich schön, besonders aber wegen dem kostenlosen warmen Brownie mit Eis am Abend. Die Fähre nach Wellington, also auf die Nordinsel, habe ich dann am nächsten Tag genommen. Seitdem bin ich hier und überdaure das schlechte Wetter, da das besser in der Stadt geht als im kleinen Ort in den ich später fahre. Von dort und von einer anderen Stadt aus mache ich noch lange, aber durchaus lohnenswerte Wanderungen, hoffentlich bekomme ich das in meinen letzten 8 Tagen noch hin die ich noch hier in Neuseeland bin bevor es nach Kanada geht.

Insgesamt hätten wir unseren Trip zu zweit nicht besser planen können. Wir hatten so Glück mit dem Wetter auf der Südinsel, da wir fast nur gutes Wetter hatten und sehr oft vor dem schlechten Wetter wegfahren konnten. Mit dem Auto war alles so viel entspannter und spontaner, da braucht man wirklich wieder die Zeit um in das bepackte Backpackerleben zurückzukehren. Wir können beide auf wahnsinnig schöne, abenteuerliche und entspannte 8 Wochen zu zweit zurück blicken. Da kommt mir unser Start in Singapur schon vor wie ein halbes Jahr und Ghana war gefühlt in einem anderen Leben. Ich würde meine Reise bis jetzt nocheinmal genau so machen und bin gespannt auf meine nächste Zeit.

Liebe, ausnahmsweise mal verregnete Grüße,

Hanna

Hitchhiken per Helikopter

Montag, 27.03.2017

Jetzt geben wir mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Also wir sind mittlerweile schon unfassbare 2 Wochen hier und genießen jeden Tag wirklich in vollen Zügen! Erst mussten wir schauen, dass wir von Auckland aus auf die Südinsel kommen, da wir hier einen Campervan gemietet haben. Erst sind wir mit dem Bus nach Mount Maunganui, gefahren, dort konnten wir aber leider nichts machen, da wir vom neuseeländischen Wetter erwartet wurden. Weiter ging es dann per Hitchhiken nach Taupo, einer schön gelegenen, kleinen Stadt mit schönen heißen Quellen und türkisen Wasserfällen.

Huka-falls:

Dann ging es wieder weiter nach Napier, zu Bekannten meiner Eltern, die uns super lieb für 2 Nächte aufgenommen haben. Da merkt man dann den Luxus sofort, wenn man nicht mehr in einem 8-10 Bett Zimmer schlafen muss, sondern zu zweit ein Zimmer alleine bekommt. Wir wurden super lieb aufgenommen und haben die 4 kleinen Jungs und das schöne Wetter dort richtig ausgenutzt. Wir mussten allerdings auch verlängern, da es Niki nicht gut ging, aber das hat sich dann zum Glück wieder eingerenkt. Dort bin ich das erste Mal im Linksverkehr gefahren, noch dazu im Auto mit Schaltung. Dann geht am Anfang oft der Scheibenwischer an, wenn man eigentlich blinken will, oder man lässt das Fenster fast runter, obwohl man nur schalten wollte.

Weiter ging es dann mit dem Bus noch für eine Nacht nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, mit schönem Hafen und Kultur.
Von dort aus ging es für die Ladies per Flugzeug​ nach Christchurch, das hat sich einfach sowohl finanziell als auch vom Zeitaufwand gelohnt.
Dort angekommen sind wir noch ein wenig durch die immer noch relativ zerstörte Stadt geschlendert. Das waren alles Auswirkungen der Erdbeben von 2010/2011.

Am nächsten Tag hat das Highlight unseres Trips angefangen: wir haben uns noch von Indonesien aus einen Campervan Namens Wicket gemietet. Außerdem hatten wir das Glück, dass der eigentliche Van nicht verfügbar war und wir ein zwei-Stufen-Upgrade erhielten. Unser Wicket hat wirklich viel Platz innen drin und wir müssen nicht, wie die meisten Anderen Leute mit Campervan, immer alles umräumen um das Bett ausklappen zu können. Wir erhalten schon immer super neidische Blicke, vor allem wenn wir mit aufgeklapptem Kofferraum hinten drin liegen und vor uns 40 Leute in ihren Bus wieder einsteigen müssen.
Außerdem ist es so entspannt, nicht jeden Tag seinen Riesenrucksack wieder packen zu müssen und einfach so flexibel zu sein.
Wir sind zuerst Richtung Norden gefahren und haben die erste Nacht mitten in der Pampa gecampt, wo wir allerdings von Sandfliegen nur so zuerfleischt werden, das sind gemein gefährliche Biester, die dich so stechen bis es blutet.
Der Ausblick war wirklich schön, allerdings​ sind wir am nächsten Tag nach Nelson gefahren und haben dort in der Nähe an einem wunderschönen Campingplatz am Meer übernachtet. Auf dem Weg dorthin lagen noch schöne Wasserfälle.

Am darauffolgenden Tag haben wir uns mit dem Wassertaxi in den Abel Tasman Nationalpark fahren lassen. Wir sind dann auf den schönsten Wegen mit super Ausblicken, strahlendem Sonnenschein und schönen Stränden wieder zurück gelaufen.

Kleine Robbe am Fels

Am Abend sind wir wieder an den schönen Campingplatz am Meer gefahren und die Nacht in Wicket verbracht mit schönen Sonnenauf- und Untergängen! Am nächsten Tag haben wir noch einen Abstecher nach Blenheim gemacht, wo wir eine Freundin aus Miesbach besucht haben. Es gab dann Abends Spinatknödl, Brownies und Apple Crumble, wofür wir einige neidische Blicke der anderen Hostelleute geerntet haben.

Seitdem geht es für uns Richtung Süden und klappern so seitdem die Westküste ab. Einen Zwischenstop haben wir wieder in der Pampa gemacht, auf einem Campingplatz für 5$ mit heißen Duschen und kostenloser Waschmaschine ( Ratet mal wer die Chance gewittert hat und Waschtag gemacht hat).

Jetzt kommen wir bis jetzt zum schönsten Tag. Wir sind weiter an der Westküste entlang gefahren​ bis zum Franz Josef Gletscher. Zwischendrin sind wir, auf der Suche nach​ einem Picknick Platz, bei einem Helikopter Start- und Landeplatz rausgekommen. Nach unserm Mittagessen ist doch glatt ein Helicopter gestartet, und mal wieder unser Chance riechend, haben wir uns mit dem Daumen draußen daneben hingestellt. Den Piloten hat das aber leider garnicht interessiert und er ist ohne uns geflogen. Wir wurden allerdings von anderen Leuten gesehen und haben tatsächlich einen kleinen kostenlosen Flug im Helikopter bekommen. Das war echt ein Erlebnis für uns Grinsebacken und wir wurden dann auch noch mit dem Auto wieder zu unserem Wicket zurück geshuttelt.

Danach sind wir noch zum Franz Josef Glacier gelaufen, den man trotz nicht so gutem Wetter gut sehen konnte. Auch dieser war wirklich beeindruckend, aber fast noch mehr war ich von dem ganzen Regenwald drum herum fasziniert. Es ist ja nicht so, dass ich noch nie im Regenwald gelebt hätte oder so, aber das hier ist einfach ganz anders. Die ganze Vegetation schaut echt oft so aus wie in ,, Herr der Ringe ", einfach super beeindruckend, auch wenn die Wolken in den Bergen drinhängen.

Abends waren wir dann am angrenzenden Campingplatz noch auf einem kleinen Fest für Fischer, wo wir mal fast nur unter Neuseeländern (Kiwis) waren.

Am Tag danach dachten wir eigentlich, dass schlechtes Wetter ist, es hat sich dann allerdings als einer der schönsten Tage entpuppt, zumindest zwischendurch. Zuerst sind wir an den Lake Matheson gefahren und sind mit spektakulärer Aussicht einmal um den See gelaufen. Das Besondere war, dass sich bei gutem Wetter der Mount Cook und Mount Tasman im See spiegeln, die Fotos dazu sind eingefügt.

Nach einem Picknick mit Wraps und Aussicht auf den Gletscher, sind wir einen kurzen Weg zum Fox Glacier hinauf gewandert. Diese Gletscher sind wirklich beeindruckend! Zum Schlafen sind wir an einen Campingplatz wieder in die Berge gefahren, wo wir allerdings von lästigen Sandfliegen zerfleischt wurden. 

 Am nächsten Tag ging es weiter zum Lake Wanaka, einem See mit einem wunderschönen Panorama. Da wir immer auf sehr günstigen Campingplätzen übernachten, gibt es meistens keine Dusche und da muss man schauen wo man duscht. Wir sehen es allerdings nicht ein, pro Dusche 5$ zu zahlen und so gibt es eben entweder eine kalte Dusche öffentlich an einem Parkplatz oder man lässt etwas anderes einfallen. Wir haben uns dann in ein großes Hostel geschlichen und die kostenlose warme Dusche in vollen Zügen genossen, nur den Föhn haben wir leider nicht mehr bekommen.

Abendessen haben wir direkt am See gekocht, es gab Nudeln mit Brokkoli-Sahnesauce, da gab es doch glatt wieder neidische Blicke.

   

Am Abend kam dann noch ein Highlight: wir haben uns einen Abend im Kino geleistet. Aber nicht in irgendeinem Kino, sondern in einem super alten Kino, dem Paradiso Cinema, indem wir in einem alten Auto gesessen sind. In der Pause des Films ,,Lion " (übrigens sehr empfehlenswert) gab es für uns einen großen, warmen Schokoladencookie, da lässt sich doch das Camper-Leben aushalten.

Heute sind wir an den Lake Tekapo gefahren und morgen geht es zum Mount Cook, hoffentlich mit besserem Wetter. Es reist sich immer noch so schön zu zweit, da bin ich froh, dass ich da wen gefunden habe, danke liebe Niki :)

Euch noch eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal,

Niki und Hanna

 

Ein Blick in die nächste Woche:

Komodo Warane und Manta Rochen

Sonntag, 12.03.2017

Bislang waren diese drei Tage von denen ich jetzt erzähle unser absolutes Highlight. Wie immer hat sich die Planung bei Indonesiern wieder ein wenig geändert, das heißt wir haben unseren 2-Tages-Trip knappe 12 Stunde bevor es los ging gebucht.

Solche Trips werden einem gefühlt alle zwei Meter angeboten und unterscheiden sich auch nicht viel voneinander: man ist für zwei Tage und eine Nacht auf einem Boot und fährt in den Komodo Nationalpark sowohl zum schnorcheln als auch um die Komodo Warane zu sehen.
Es ging also mit viel zu viel Gepäck für 2 Tage in der Früh los. Wir waren sogar vom Boot positiv überrascht, es hat einigermaßen stabil ausgeschaut und hatte sogar Schwimmwesten für alle (zumindest für das Foto das der Polizist wahrscheinlich zu Werbezweck am Anfang gemacht hat). Auch mit der Gruppe hatten wir wirklich Glück. Wir waren zwar wie bislang fast immer die Jüngsten, aber alle waren ungefähr in unserem Alter. Nach einem Frühstück und wie immer ungefiltertem Kaffee sind wir erst auf die Insel Rinca gefahren. Sie gehört zum Komodo Nationalpark und ist eine der zwei Inseln mit den meisten Komodo Waranen. Zwar leben auf kleinen Nachbarinseln auch noch Riesenechsen, aber der Nationalpark ist der einzige Ort wo diese beeindruckenden Tiere zu finden sind. Komodowarane sind die größten lebenden Reptilien, werden bis zu 3m lang und sind giftig sein, auch tödlich für Menschen. Wir haben Geschichten gehört von einem Schweizer, von dem nur die Kamera gefunden wurde, aber von ernsthaften Angriffen auf Menschen kann man schon ausgehen.
Auf Rinca sind wir eine Stunde mit Ranger auf Pfaden durch einen kleinen Teil der Insel gegangen und haben schon nach 5 Minuten unsere ersten Komodos gesehen. Viele lagen nur faul in der Sonne (würde ich auch so machen bei der Hitze), aber manche sind bis auf 2m an uns vorbei gestapft, da hält man wirklich den Atem an. Ohne Ranger, der mit einer wahnsinnig vertrauenswürdigen Waffe, einem langem dreizackigen Stock direkt neben uns gestanden ist, wären wir wahrscheinlich weggerannt. Aber auch das bringt nicht soo viel, da diese Riesenechsen bis zu 20 km/h schnell laufen können.
Nachdem alle 8 Leute von unserer Gruppe ohne Komodo Bisse gut auf dem Boot angekommen sind gab es ein sehr gutes indonesisches Mittagessen bevor es dann zum schnorcheln zum Pink Beach ging. Der Strand hatte wirklich einen Hauch von pink im Sand. Danach sind wir auf die Insel Komodo gefahren, wieder auf der Suche nach Komodo Waranen und wir sind wieder fündig geworden. Auch hier haben wir wieder so 8 Exemplare gesehen. Diesen letzten Dinosauriern hätte ich noch den ganzen Tag zuschauen können wie sie sich elegant erheben und mit der Zunge am Boden als Wegweiser zum nächsten Platz begeben.
Wieder zurück auf dem Boot haben wir noch die Flying Foxes nach Sonnenuntergang gesehen, das sind Fledermäuse, jedoch die größe von Hundewelpen mit Flügeln. Danach hieß es gute Nacht oben auf dem Schiff.

 

Am nächsten Tag sind wir sogar relativ erholt zum Sonnenaufgang aufgewacht. Nach einem Toast mit Ei haben wir Halt bei Padar Island gemacht und sind ca. eine halbe Stunde raufgegangen. Von oben hat man eine atemberaubenden Ausblick auf die Insel selbst aber auch drum herum. Uns wurde gesagt, dass auch dort Komodo Warane leben, zwar nicht so häufig, aber da geht man dann schon aufmerksamer, selbst wenn Komodo Warane nur einmal im Monat etwas essen.
Als nächsten Stopp waren wir beim Manta Point schnorcheln, wobei wir diese friedlichen Riesen nur sehr kurz gesehen haben, da wir zu langsam waren und die Sicht nicht so gut war. Als letzten Stopp waren wir noch an einem Sandstrand mit wunderschönen Korallen schnorcheln. Die Korallen sind bis auf einen Meter unter der Wasseroberfläche gewachsen, mit wahnsinnig schönen, großen und bunten Fischen.
Erschöpft sind wir am späten Nachmittag wieder im Hostel angekommen, mit einzigartigen Fotos und Erinnerungen in den Taschen.


Allerdings​ hatten wir noch eine Tour für den darauffolgenden Tag gebucht, dieses Mal nicht zum schnorcheln sondern eine Tagestour mit 3 Tauchgängen in einem der schönsten Tauchgebiete in Indonesien.
Wir bekamen auf dem Weg zum ersten Spot alles so grob erklärt, waren allerdings bei so viel und schwerer Ausrüstung sehr verwirrt. Zum Glück hatten wir zwei Tauchlehrer mit uns dabei, aber nach den ersten Übungen unter Wasser mit Atemgerät aus dem Mund tun oder Brille säubern unter Wasser, ging alles schon viel besser. Beim zweiten Tauchgang waren wir dann meistens schon alleine unterwegs (bzw wir wurden nicht mehr festgehalten und konnten es schon steuern wo wir hin schwimmen wollen). Allerdings war das auch völlig egal, denn als zweiten Tauchgang waren wir an einem Manta Punkt und waren noch nicht einmal zwei Minuten im Wasser, da kam schon der erste Manta Rochen und hat über/neben/unter uns seine Kreise gezogen. Mantas sind für Menschen, trotz einer Länge von bis zu 7m völlig ungefährlich, auch mit dem langen Stachel hinten dran. An der Stelle im Meer war so die Putzstation für Mantas, mit vielen kleineren Fischen um sie rum. Wir sind so auf 5-10 Metern unter Wasser so dahin getrieben, während bis zu drei der Riesen über uns ihre Kreise gezogen haben. Manchmal ist einer davon direkt auf uns zugeschwommen bis auf einen halben Meter ran. Da denkt man wirklich, dass es kracht, aber dann gleitet er super elegant um einen herum oder weicht nach oben aus. Das ist so atemberaubend, da hält man vor Staunen die Luft total an, was wir allerdings erst hinterher auf den unzähligen Videos gesehen haben die wir unter Wasser gedreht haben.


Als letzten Tauchgang sind wir nach 'Tortuga' gefahren, bekannt für die Schildkröten. Als erstes hat mein Tauchlehrer unter Wasser wo hingezeigt, wo ich allerdings nichts erkennen konnte, bis ich weniger als 2 Meter von einer super großen Schildkröte entfernt war, die einfach nur so gut getarnt war auf den Korallen.
Da Schildkröten Luft brauchen, konnten wir sie manchmal auf dem Weg nach oben oder unten verfolgen. Wir hatten zusätzlich noch so Glück und haben dreimal 1-1,5m große Riffhaie gesehen, allerdings sind sie jedes Mal relativ schnell verschwunden.


Vom tauchen mit so atemberaubenden Tieren konnten wir garnicht genug bekommen. Nach diesem Tauchgang sind wir dann aber wirklich erschöpft aber überglücklich nach den ersten Tauchgängen wieder nach Hause gefahren. Es wird sehr schwer werden, diese Tauchgänge irgendwo zu überbieten!
Am nächsten Tag am späten Nachmittag ging es dann allerdings schon weiter, erst nach Bali, dann nach Singapur und für mich nach einer Nacht im Flughafen weiter nach Auckland. Ich habe noch nie so gutes Flugzeugessen gehabt, habe das doppelte Menü bekommen, da ich so Hunger hatte und es gab sogar Eis. Niki hatte noch einige Zwischenstopps und Aufenthalte, aber jetzt sind wir gemeinsam auf dem Weg Richtung Süden. Von Neuseeland an sich kann ich noch wenig sagen, außer dass ich es sehr genieße wieder selbst kochen zu können. Bald sind wir in Mount Maunganui, morgen geht es dann nach Taupo und dann weiter Richtung Südinsel, auf der wir ab nächstem Samstag einen Campervan gemietet haben.
Dieses Mal leider keine sonnigen Grüße mehr, aber trotzdem bis zum nächsten Mal, eure Hanna

P.S. Ein selbstgemachtes Frühstück vom armen Backpacker:

  

Bali, Gilis und zwei Autorinnen

Dienstag, 07.03.2017

Niki und ich sind gerade auf dem Flug von Bali nach Flores (bzw. waren es zum Anfangszeitpunkt) und da kann ich euch unsere letzten Tage mal kurz beschreiben.

Wir waren für 4 Nächte auf Gili Air unterwegs in der Botanica Lodge, einem schönen Bungalow mit super gutem Frühstück (sogar inbegriffen, das ist für Backpacker immer gut). Eigentlich wollten wir nicht so lange bleiben, aber dann hat es uns die Insel doch irgendwie angetan. Die netten Restaurants und Bars, besonders schön zum Sonnenuntergang, die weißen Sandstrände die gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind und natürlich das warme Meer, gut zum Schnorcheln.

Gleich am ersten Tag waren wir an unserem Hausstrand schnorcheln, wo auch einige Schnorcheltouren von Bali oder anderen Inseln abgeladen wurden. Die Korallen und Fische waren nicht so wahnsinnig bunt und vielfältig, aber wenn man schöne Fische, Hummer und einen Kugelfisch sieht ist man wirklich zufrieden.

Allerdings haben wir uns in den Kopf gesetzt, dass wir unbedingt eine Schildkröte sehen wollen und zwar nicht mit 30 anderen Leuten auf einer Schnorcheltour. Also haben wir die nächsten Tage alle möglichen Tipps und Ratschläge abgeklappert und hatten dann auch Glück. Wir haben den Ort in einem anderen Blog im Internet gefunden, neben einem kleinen Restaurant namens 'Garden Cafe'. Wir wurden ziemlich verwundert angeschaut als wir dort nur wenig vom Hafen entfernt mit Schnorchelausrüstung ins Wasser gegangen sind, aber es hat sich gelohnt. Wir haben eine größere Schildkröte ausfindig machen können, der wir wirklich länger gefolgt sind. Das ist ein atemberaubender Anblick wie die Schildkröte so mühelos durchs Wasser gleitet. Wir hatten auch meine Art GoPro dabei, die schöne Unterwasserfotos und Videos gemacht hat.

   

Die restliche Zeit haben wir am Strand gelegen, waren auf Partys oder haben wirklich den schönsten Sonnenuntergang unseres Lebens gesehen. Auch waren wir mal auf Gili Trawangan, einfach zum Anschauen und Weggehen. Wir waren wirklich froh, dass wir mal da waren, allerdings waren wir auch froh wieder auf Gili Air zurückzukommen, einfach weil die Restaurants nicht so überteuert und überlaufen sind und die Insel an sich viel ruhiger und sauberer.

 

Als wir wieder zurück nach Bali gefahren sind, wurden wir mal wieder indonesisch abgezockt. Es ist einfach nervig, wenn einem versichert wird, dass in einen bestimmten Ort geshuttelt wird und dann muss man doch noch extra zahlen. Wir sind nach Canggu gefahren, einem süßen Ort an der Westküste, hauptsächlich unter Surfern bekannt (da hab ich mich auch Mal drauf gewagt, allerdings nicht so lange...). Der Strand war super, mit sehr hohen Wellen, dafür waren auch wahnsinnig gute Surfer unterwegs. Man hätte sich den ganzen Tag nur in eine Strandbar setzen können und einfach nur zusehen, vielleicht die ein oder andere Kokosnuss schlürfend. So haben wir es natürlich auch gemacht, dazu gab es noch ein richtig gutes Frühstück bestehend aus einer Art Smoothie mit Müsli und frischen Früchten oben drauf.

Wir haben allerdings einmal Hostel gewechselt, da wir beim ersten nicht so Glück hatten. Es war zwar super sauber, aber ohne Roller ist es von der Lage her einfach schlecht. Es fährt zwar hier eigentlich jeder Roller, aber man sieht auch regelmäßig Unfälle oder Leute mit lauter Pflastern an den Knien, das ist bei dem Verkehr aber auch nicht verwunderlich. Außerdem durften wir unsere Rucksäcke nicht mit ins Zimmer nehmen, sondern wurden gezwungen alles in Müllsäcke umzupacken, wegen Bettwanzen.

 

Das nächste Hostel war viel zentraler mit netten Leuten, dafür auch mit einigen netten Bettwanzen im ersten Stock. Von dort aus waren wir zum Sonnenuntergang an einem berühmten Tempel, dem Tanah Lot Tempel. Da ist das besondere, dass er nur zur Ebbe zugänglich ist. Auch waren wir noch auf riesigen Reisfeldern, den Jatiluwah Reisfeldern, die wir natürlich schlauerweise mit Flipflops durchwandert haben. Da ist Teamwork ganz wichtig, wenn man versucht nicht auf den Wegen auszurutschen. Genau wie beim Blog schreiben, deswegen schreibe ich, Hannas Reisepartnerin Niki, den Blogeintrag ab hier zu Ende. Mit matschigen Zehen und von grünen Reisfeldern satt gesehen, haben wir unseren Bauch dann noch mit überteuertem Essen mit Blick auf die Reisfelder gefüllt. Nachdem uns unser Fahrer dann wieder heil zurück ins Hostel gebracht hatte, haben wir den Nachmittag/Abend noch entspannt mit einem liebevoll zubereiteten Drei-Gänge-Menü ausklingen lassen. Ja, ihr habt richtig gehört, auch ein armer Backpacker lässt es sich mal gut gehen. Aber für umgerechnet 4 Euro kann man da nicht meckern, dafür würden wir in Neuseeland wahrscheinlich nicht mal die Vorspeise kriegen.

 

 

Am nächsten Tag ging es für uns sehr früh los, um den morgendlichen Verkehr zum Flughafen zu vermeiden. Denn heute beginnt ein neues, spannendes Kapitel unserer Reise und das können wir doch nicht verpassen. Als dann alles ziemlich reibunglos abgelaufen ist, konnten wir uns in unserem erstaunlich modernen Flugzeug zurück lehnen. Wer erwartet schon besonders viel bei einem Billigflug mit einer Airline, von der wahrscheinlich sogar die meisten Indonesier noch nie was gehört haben? Da lässt sich ein Freudenschrei kaum unterdrücken, wenn man sogar noch ein gefülltes Gebäck und ein Wasser serviert bekommt. In Flores, genauer gesagt Labuan Bajo gelandet, müssen wir uns erneut die Chorgesänge der vor dem Flughafenausgang stehenden Taxifahrer antun. Schließlich schaffen wir es aber dann doch, ein einigermaßen angemessenes Angebot zu bekommen und wenig später stehen wir mit unseren Backpacks in unsrem neuen Zimmer: einem 30-Bett Schlafsaal. Klingt erstmal schrecklich, ist es aber gar nicht. Erstaunlicherweise scheint es sogar die bisher bequemsten 30 Betten unsrer Reise zu haben. Außerdem lernt man hier schnell alle kennen und der Raum ist so gut aufgeteilt, dass jeder irgendwie sein eigenes kleines Reich hat, manche ein größeres, manche ein kleineres. So haben wir dann auch gleich zwei nette Holländerinnen kennen gelernt, die uns mit ihrem Guide zu einer Höhle mitgenommen haben. Abends gab es für uns Essen vom Nachtmarkt. Die meisten Leute die dort essen sind Locals, deswegen haben sie sich umso mehr gefreut, als wir uns für weniger als einen Euro Leckereien wie Bakso Suppe und indonesische Pfannkuchen gekauft haben. Danach ging es für uns noch in die „Paradise Bar“, denn das ist der einzige Ort an dem in Labuan Bajo abends überhaupt etwas los ist. Und das auch nur am Samstag, haben wir ein Glück.

Unsere verbleibende Zeit auf Flores ist schon verplant, denn wir haben die nächsten Tage sehr spannende Dinge vor. Freut euch also auf den nächsten Blogeintrag mit Erzählungen von Flores, Komodo, Rinca und hoffentlich Padar Island, aber mehr verraten wir noch nicht. Dafür müsst ihr auf Hannas Blog dranbleiben, aber das lohnt sich sowieso.

Ein Foto von gerade eben als Vorgeschmack, schöne Woche euch :)

Erste Stopps: Singapur und Bali

Samstag, 25.02.2017

Nach einer guten Woche schreibe ich euch jetzt das erste Mal. Ich freue mich, dass ihr den Weg zu meinem neuen Blog gefunden habt.

Also bei mir geht es jetzt nicht wieder alleine, sondern erstmal zu zweit weiter. Ich bin mit einer sehr guten Freundin, Niki, unterwegs und wir reisen bis Neuseeland zusammen herum, danach bin ich wieder kurz alleine.

Als erstes ging es für uns nach Singapur für 3 Tage. Wer die Gelegenheit hat dort Zwischenstopp zu machen, sollte diese wirklich nutzen! Singapur überzeugt schon vom Flugzeug aus mit der Skyline. Wir sind nach ein wenig herum irren am Flughafen immer noch so früh in Singapur angekommen, dass wir noch Frühstück in unserem super Hostel bekommen haben. Unser Hostel hieß Five Stones Hostel und ist wirklich zu empfehlen für Leute die kein unbegrenztes Budget haben.

Nach einem kleinen Powernap sind wir auch gleich losgezogen in die Innenstadt und zum Marina Bay Sands Hotel. Das ist das berühmte Wahrzeichen von Singapur, die drei Hochhäuser die oben von einer Art Schiff verbunden werden, total beeindruckend.

An einem Abend waren wir im Garden by the Bay, ein schön angelegter Park vor dem Marina Bay Sands Hotel. Dort sind wir am Wasser gesessen bis die Sonne untergegangen war. Danach gab es eine Lichtershow in konstruierten Kunstwerken, die aussahen wie Bäume.

  Eine rote Drachenfrucht

Am nächsten Tag waren wir im little India, ein indisches Viertel mit Räucherstäbchen und Gewürzen überall. Zu meiner Überraschung gab es dort auch rote Bananen, die wir auch probiert haben. Leider haben sie einfach nur nach Bananen geschmeckt (komisch oder?) und nicht so besonders wie in Tansania. Danach sind wir weiter nach Chinatown gefahren und haben dort Mittag gegessen.

Am Abend waren wir auf der Rooftopbar auf dem Marina Bay Sands Hotel (dem Hochhaus mit Schiff oben drauf) und haben die Aussicht in der Dämmerung und unsere Cocktails genossen. Allerdings mussten wir das auch, da sie einen saftigen Preis von 28S$ hatten, ca. 22€ aber das war es einfach wert.

 

Danach haben wir uns mit einem Freund aus Singapur getroffen, den Niki in Neuseeland kennen gelernt hat. Wir waren Essen und danach noch in einer Bar, es ist einfach schön, von Einheimischen das Land kennen zu lernen.

Am nächsten Tag sind wir am Nachmittag weiter nach Bali geflogen und haben die erste Nacht nah am Flughafen in Kuta übernachtet, bevor es dann weiter nach Ubud ging.

Wir hatten eigentlich geplant, dass wir dort nur zwei Nächte bleiben, allerdings hat es uns so gut gefallen, dass wir gleich vier Nächte dort geblieben sind. Das ist ja auch kein Wunder bei einer super entspannten Stadt mit einem süßen Café am nächsten, Restaurants in den Reisterassen, Bungalow mit Pool (Abangan Bungalow) und Yoga in der Früh auch in Reisfeldern.

 

Genau wie in Ghana wird einem hier wieder so Allerlei angedreht. Hat man eine Sonnenbrille auf dem Kopf, wird man gefragt ob man nicht noch eine will (macht Sinn oder? ). Wenn man aber keine auf dem Kopf trägt, wird man gefragt ob man nicht ein will, aber zu zweit ist das einfach nur lustig.

 

In Ubud ist auch ein berühmter Affenwald, in den es sich wirklich lohnt hinzugehen. Auch hier muss man auf alles aufpassen was Affen so interessant finden könnten. Mir war garnicht bewusst, dass Affen so gute Schwimmer sein können, sie sind immer von einem kleinen Baum ins Wasser gesprungen und sind auch nicht nur geschwommen, sondern konnten sogar ganze Bahnen tauchen.

 

Doch der eigentliche Grund warum wir verlängert haben war, dass wir auf einen naheliegenden Vulkan, Mount Batur, gehen konnten. Also sind wir um 1.40 in der Nacht aufgestanden, wurden dort hingebracht und sind in einer kleinen Gruppe im Dunklen hinauf gelaufen, sodass wir den Sonnenaufgang auf dem Gipfel genießen konnten. Uns wurde absolut nicht zu viel versprochen, das war einfach der Hammer. Nach dem Sonnenaufgang gab es für uns ein kleines Frühstück, allerdings musste man aufpassen, sonst saßen die Affen mit dem eigenen Toastbrot schneller auf dem Baum als man schauen konnte. 

 

 

Am nächsten Tag sind wir auf die Gilis gefahren, genauer auf Gili Air. Die Inseln haben wirkliches Südsee-Feeling mit weißen Sandstränden, Sonne und Hängematten. Aber es gibt auch schöne Riffe zum Schnorcheln, die man direkt vom Wasser aus erreichen kann. Hier habe ich den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens erlebt. Wir saßen in Sitzsäcken am Strand und konnten zusehen, wie der Himmel sich in alle Regenbogenfarben verfärbt hat, von rot, orange und gelb zu grün, türkis, blau und lila. Mehr Fotos von hier kommen nächstes Mal, aber der Strand ruft.

 

Macht es gut, bis demnächst,

eure Hanna

P.S. Hier noch ein Foto als Vorgeschmack und wir sind heute lange mit einer Schildkröte geschnorchelt, Fotos davon nächste Woche.

Bald geht es los

Montag, 13.02.2017

Mein Name ist Hanna, ich war drei Monate in Ghana als Freiwillige in einem Kinderdorf ( www.hanna-checkt-ghana.auslandsblog.de ) und jetzt geht es in bisschen über 4 Monaten einmal um die Welt. Ich starte mit einer Freundin in Singapur, dann Bali, Gilis, Komodo National Park... Bald kommt der erste Eintrag mit Fotos und allem drum und dran.